Die Torgauer Zeitung vom 30. Oktober 2009 zitiert aus dem Erinnerungstext von Dr. Hans-Martin Strohbach, Vater eines Mädchens aus der DDR, das kurz nach der Wiedervereinigung das LEH-Internat Schule Schloss Salem besuchte:
„Welch unerwartete Perspektiven bot die Nachwendezeit plötzlich unseren Kindern! Projekte wurden Realität, von denen man zu DDR- Zeiten nicht zu träumen wagte. Beide Töchter nahmen während der Sommerferien 1990 an einem Englischkurs in Südengland teil. Anne absolvierte nach ihrem Abi im Sommer 1992 ein zusätzliches Schuljahr an einem Gymnasium in Belgien. Ganz toll packte es unsere Kleine, Astrid, der ich lediglich mit der Bemerkung ,... das ist vielleicht etwas für dich ...‘ 1991 eine Zeitungsanzeige mit einer Werbung für die Schule Schloss Salem in Kombination mit einem Stipendium in die Hand gedrückt hatte. Sie absolvierte erfolgreich ein Auswahlwochenende in Salem und erhielt das Stipendium, das den vierjährigen Besuch dieses Eliteinternats bis zum Abi ermöglichte. Ein Studium in London und Oxford schloss sich an. Dieser Schulbesuch prägte unser Kind für den Rest seines Lebens. Welten liegen zwischen den pädagogischen Konzepten der DDR-Einheitsschule und der Internatsschule Salem.“