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Internate gut nachgefragt - Privatschulen boomen

 

Deutschland ist zwar immer noch kein Eldorado für Privatschulen, aber ihre Bedeutung innerhalb des Schulwesens wächst stetig.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist der Anteil der allgemeinbildenden Privatschulen im Schuljahr 2005/06 auf 7,5 % gestiegen, der Anteil der Privatschüler liegt bei 6,7 %.

Internate, die innerhalb der Privatschullandschaft wiederum nur eine kleine Gruppe darstellen, nehmen an dem Run auf private Bildung nicht in gleichen Maße teil wie die privaten Tages- oder Ganztagesschulen, erfreuen sich aber insgesamt einer recht stabilen Nachfrage.

Zwei Gründe lassen sich im wesentlichen dafür nennen.

Erstens: Die Familie als traditionelle Erziehungsinstanz unterliegt tiefgreifenden sozialen Veränderungen, die es immer mehr Eltern ratsam erscheinen lassen, die Erziehung und Bildung ihrer Kinder professionellen Pädagogen außerhalb des Elternhauses anzuvertrauen.

Zweitens: Internate als private Einrichtungen haben, anders als das staatliche Schulwesen, eine hohe pädagogische Entwicklungsdynamik. Sie können selbständig moderne schulpädagogische Standards entwickeln und sogleich in ihre Praxis umsetzen, sie können spezielle Profile modellhaft ausprägen, sie zeichnen sich durch ein gutes Schulklima aus und können dem einzelnen Kind aufgrund günstiger Rahmenbedingungen sehr individuell gerecht werden.

Immer mehr Eltern legen auf solche Vorzüge Wert und sind bereit, die finanziellen Aufwendungen dafür als unverzichtbare Investition in die Zukunft ihrer Kinder zu betrachten.