Viele Kinder haben während ihrer gesamten Schulzeit unter dem Etikett Lernschwäche bzw. Lernblockade zu leiden, werden diesen Stempel nicht los und geraten immer tiefer in eine Konkurrenzsituation. „Dieses Etikett holen sich viele Schüler erst in der Schule ab“, erklärt Internatsberater Dr. Hartmut Ferenschild.
In den vergangenen Jahren hat der Druck auf Schüler durch die Vergleichstests in den PISA- und IGLU-Studien und wie immer neue Schulreformen wie die Einführung des G8-Abiturs zugenommen. Gestresste Eltern und Schüler suchen nach Alternativen zum staatlichen Schulsystem – Internatsschulen zum Beispiel, die mit kleinen Klassen und individuellen Förderungsmöglichkeiten werben. In den Internatsberatungen informieren sich mehr und mehr Eltern, die dem Kreislauf aus massiver Hausaufgabenhilfe und Finanzierung von Nachhilfestunden für ihre Kinder entgehen wollen.
„Die Eltern sind kritischer gegenüber den staatlichen Schulen geworden, die hohe Ansprüche definieren und dann erwarten, dass die Kinder da einfach so mitkommen“, so Ferenschild. Schulerfolg sei das Wichtigste für die Eltern; sie wollen, dass ihr Kind mit allen seinen Fähigkeiten und Begabungen in der Schule optimale Unterstützung für den gelungenen Schulabschluss findet.