Es ist eben alles andere als gleichgültig, in welcher Art von Räumen Kinder und Jugendliche lernen. Das Wort vom „Klassenzimmer als drittem Pädagogen“ – neben dem Lehrer und den Mitschülern – zielt auf den besonderen Beitrag, den die Schulbau-Architektur für erfolgreiches Lernen leisten muss, aber viel zu selten wirklich leistet. Noch höher wird der bauliche Anspruch, wenn ein Internatsgebäude geschaffen wird. Denn hier geht es nicht nur um einen Lern-, sondern um einen Lebensraum für Kinder und Jugendliche. Anfang Oktober 2009 hat das LEH-Internat Schloss-Schule Kirchberg ein neues Internatsgebäude eröffnet, das man in seiner vorbildlichen Art als „gebaute Reformpädagogik“ bezeichnen darf.
Hartmut Ferenschild, der als Vertreter der LEH-Vereinigung den Festvortrag hielt, gab einen kurzen Abriss der LEH-Baugeschichte und eröffnete Perspektiven auf die Zukunft der LEH-Internate: Mit welcher Art von Pädagogik müssen Internate heute ihre Gebäude „erfüllen“, damit sie auch auf fernere Sicht für Eltern attraktiv sind, die sich eine Alternative zur herkömmlichen Beschulung ihrer Kinder wünschen.
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